Nun ist schon mehr als ein Monat vergangen seit dem letzten Rennen. In der Zwischenzeit konnte mir genug Gedanken machen über meine Zukunft. Mein Entschluss mit dem Skirennsport aufzuhören fiel mir aber trotz der enttäuschenden Saison sehr schwer.
Ein kurzer Saisonrückblick:
Ich hatte einen super Sommer, bin gesund geblieben und konnte voll durchtrainieren. Die Verhältnisse im Herbst waren zwar sehr schwierig, wegen der schlechten Schneeverhältnissen. Doch mir kamen die eisigen Pisten sehr entgegen und mir lief es den ganzen Herbst durch sehr gut. Ich freute mich sehr auf die kommende Saison. Jedoch lief es mir vom ersten Rennen an nicht gut. Nie fand ich den Renn-Rhythmus. Und in den Trainings fuhr ich immer um einiges besser und lockerer als im Rennen. Auch Maite ist dies sofort aufgefallen. Doch wir fanden auch zusammen kein Rezept dafür. Natürlich verlor ich so immer mehr an Selbstvertrauen und mir wurde immer bewusster, dass es so nicht mehr reichen wird. Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich den Anschluss nicht mehr geschafft habe. Ich bin jedoch froh, dass ich nochmals alles probiert habe und kann mir keinen Vorwurf machen.
Die Zeit als Skirennfahrer war sehr schön und hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Es ist unbezahlbar, was ich alles erlebt und gelernt habe in dieser Zeit.
Ich möchte noch allen danke sagen, die mich bis zuletzt unterstützt und mitgefiebert haben, also meinen treuen Fan’s. Mein grösster Dank gehört aber meinen Eltern. Sie haben mir das alles erst ermöglicht und ich hatte jederzeit die volle Unterstützung von ihnen. Vielen Dank für alles.
Mathias
15.05.2007
Bis jetzt bin ich praktisch nur Riesenslaloms gefahren. Leider lief es mir noch nicht so wie erhofft. In den letzten Rennen habe ich jedoch wieder ein besseres Gefühl bekommen, was mich zuversichtlich stimmt. Heute reisen wir nach Verbier, wo es jetzt endlich wieder mal auf die Abfahrts-Skis geht. Auf die Abfahrt freue ich mich sehr, denn da hatte ich im Herbst ein sehr gutes Gefühl und war auch schnell. Also, ich hoffe ihr drückt mir die Daumen. Bis dann, gruss Mathias
04.02.2007
Nun sind die Dezember-Rennen schon vorbei. Leider waren es wegen den schlechten Schneebedingungen auch nur sechs. Vier Riesenslaloms wurden in Laax ausgetragen. Zum Saisonstart lief es mir aber gar nicht gut und ich blieb weit unter meinen Erwartungen. Natürlich war ich enttäuscht, vorallem weil es im Training zuvor sehr gut lief. Das grösste Problem war für mich die Umstellung auf den agressiven Kunstschnee, da wir wegen der warmen Temperaturen zuvor nie auf diesem Schnee trainieren konnten. Im Training war es meistens eisig und das kommt mir sowiso mehr entgegen. Mit den nächsten Rennen gewöhnte ich mich schon besser daran und jetzt konnten wir auch schon einige Tage auf Kunstschnee trainieren. Im Super-G fühle ich mich im Moment fast am besten. Am 5. und 6. Januar sind dann zwei Super-Gs in Wengen geplant und ich freue mich schon sehr darauf. Jetzt gibts erstmal eine kleine Pause bis am 2. Januar, dann werden wir mit Maite zusammen wieder mit dem Training loslegen. Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins 2007.
30.12.2006
Seit mitte September stand ich fast jede Woche im Kaunertal auf den Skis. Maite organisierte uns perfekte Skitage. Oft trainierten wir mit der deutschen Juniorennationalmannschaft. Da es sehr wenig Schnee hatte, war es meistens sehr eisig. Dafür konnten wir auch noch am Nachmittag bei den gleichen Bedingungen wie am Morgen trainieren. Morgens wurde meistens Riesenslalom gefahren, am Nachmittag Slalom oder Super-g. Vorallem im Riesenslalom läift es mir gut. Mit dem neuen Material kam ich von Anfang weg sehr gut zurecht und fühle mich sehr sicher.
Diese Woche reisten wir nach Tignes um zwei Fis-Abfahrten zu bestreiten. Leider fand dann aber nur ein Training und ein Rennen statt. Da auch in Tignes sehr wenig Schnee liegt, waren die Verhältnisse brutal eisig. Im Training merkte ich, dass ich dieses Jahr keine Abfahrtstrainings absolvierte. Die Abfahrt war nicht sehr schwierig, doch durch die eisigen Verhältnisse sehr schnell. Dadurch verpasste ich einige Kurven und verlor vier Sekunden auf die Bestzeit. Im Rennen vermochte ich mich zu steigern und lieferte ein gutes Rennen ab. Die wichtigen stellen fuhr ich ohne grossen Fehler und obwohl mir im Mittelteil noch ein ziemlich grober Fehler unterlief, steigerte ich mich gegenüber dem Training um eine Sekunde. Da die Verhältnisse schwieriger wurden als sie im Training waren, war die Bestzeit eine Sekunde langsamer. Ich fuhr auf Rang 21 und verlor zwei Sekunden. Auf den besten Schweizer, Jan Urfer, verlor ich sechs Zehntel, auf Andi Nadig vier Zehntel. Mit dieser Leistung bin ich zufrieden, vorallem weil ich das erste mal auf den Blizzard-Abfahrtsskis stand.
Nächste Wochen stehen gleich die nächsten beiden Rennen auf dem Programm. Wir reisen wieder nach Tignes, wo zwei Fis-Super-Gs stattfinden. Vorher gehen wir wahrscheinlich noch ein Tag trainieren.
Ihr seht, die Saison hat auch für mich bereits begonnen. Da ich mich sehr gut fühle und vorallem das Material gut passt, bin ich überzeugt, dass ich euch noch von ein paar guten Resultaten schreiben kann.
18.11.2006
Die Woche mit dem BOSV war sehr gut. Leider konnten wir zwei Tage wegen Schneffalls nicht auf die Skis. Das war Schade, vorallem weil diese zwei Tage noch Slalom geplant gewesen wäre. Die anderen vier Tage waren jedoch sehr gut. Ein Tag Slalom und drei Tage Riesenslalom. Im Riesenslalom fühlte ich mich von Anfang weg sehr wohl auf den Blizzard Skis. Ich hatte richtig Spass am Skifahren. Auch war es eine sehr gute Erfahrung als Trainer dabeizusein. Auf dem Gletscher hatte ich allerdings nicht so viel zu tun und konnte normal trainieren. Ich war sozusagen nur der "Stangenbuggler", erfüllte diese Aufgabe jedoch mit bravour. Zweimal durften dann die elf Jungs vom BOSV am Nachmittag mit mir und Joni das Rumpftraining absolvieren....Ich hoffe sie hassen uns jetzt nicht....
An einem Tag wo nichts war, machten wir ein härteres Konditraining. Wir absolvierten Bergsprints und mir ging es gar nicht gut. Ich war sozusagen Platt wie ne Flunder. Die Luft war sehr kalt und ich spührte schon früh, dass ich zuwenig Sauerstoff bekomme. Ich glaube, es war eine leichtere Form von einem Lungenödem. Dabei erkältete ich mich auch sehr stark und war auch diese Woche mehr oder weniger platt. Jetzt gehts endlich wieder besser. Nächste Woche trainiere ich nochmals Kondi und am 18. September starten wir mit Maite. Sie wird in der nächsten Woche die besten Möglichkeiten zusammmenstellen und uns dann sicher perfekte Trainingsbedingungen schaffen. Ich freue mich sehr.
08.09.2006
Anfang bis mitte August hatten wir zwei Wochen lang sehr intensives Konditraining. Die sogenannte Spitze. Die zwei Wochen waren sehr hart, vorallem weil es auch so heiss war. Nach diesen zwei Wochen war wieder mal ein bisschen arbeiten angesagt. Ich konnte bei der Arnold & Co. AG bei Revisionsarbeiten aushelfen. Jeden Tag von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr harte körperliche Arbeiten zeigten ihre Wirkung. Spätestens um 17.45 Uhr schlief ich jeden Tag zu Hause auf der Couch ein.
Nun gehts endlich wieder auf die Skis. Vom 28.8. bis 1.9.06 kann ich als Hilfstrainer mit dem BOSV mitgehen. Am 3. September kommt dann Maite zurück und dann legen wir mit dem Skitraining so richtig los.
18.08.2006
Letzte Woche trainierte ich mit Amba und Beni in Davos. Es war eine intensive aber sehr gute Woche, denn auch unser Trainer Henry war dabei. Es stand vorallem Ausdauer und Intervalltrainings an, aber natürlich auch Kraft. Amba und Beni gehts es nach ihren Kreuzbandrissen im letzten Winter schon wieder sehr gut. Sie machten wieder einen guten Vortschritt diese Woche, vorallem auch, weil Henry sie jeden Tag betreuen konnte.
Dieser Henry ist eine Kampfsau, obwohl er Migräne hatte und nach dem dritten Tag ziemlich erschöpft war, kämpfte er sich am fünften Tag mit dem Velo bis auf den Flüelapass. 1000 Höhenmeter und wie der runterdüste machte grossen Eindruck. Schon ein Wahnsinnskerl. (Kleine insider Information für Maxi, hoffe du liest sie auch.)
Da unser Trainer ein Deutscher ist, war das Highlight der Woche aber das WM-Spiel zwischen Deutschland und Italien, das wir in einem italienischem Restaurant, einem Freund vom Amba, geschaut haben. Antonio, der Chef war natürlich mit einigen Freunden schon vor dem Spiel siegessicher und machten den ganzen Match über ordentlich Stimmung. Amba und ich amüsierten uns sehr, wie die Tifosi sich jedesmall aufregten, wenn es nicht so lief wie sie wollten. Aber am Schluss gabs ja ein Happyend für die Italiener.
Im Moment trainiere ich zu Hause, denn auf den Gletschern sind die Verhältnisse auch nicht top. Konditionell bin ich gut in Form. Ich spühre vorallem, dass ich jetzt das zweite Jahr hintereinander gut trainieren kann, hoffe das wirkt sich dann auch im Winter aus.
Allen eine schöne Woche, gruss Mathias.
11.07.2006
Nachdem ich drei Wochen in Unteraegeri als Edel-Aushilfspengler gearbeitet habe und noch eine Woche in Cuba in den Ferien war, habe ich vor zwei Wochen mein Konditionstraining wieder aufgenommen. Auch dieses Jahr trainiere ich mit dem gleichen Konditionstrainier wie die letzten Jahre. Da Amba sich Ende dieser Saison das Kreuzband riss, wird unser deutscher Trainier öfters in der Schweiz sein und wir werden voraussichtlich meistens in Davos unsere Schweisstropfen lassen.
Auch mit dem Planen für das Skitraining geht es voran. Ich werde mich nächste Woche mit Maite zusammensetzten. Sie hat bereits einige sehr gute Ideen durchgegeben und ist auch mit anderen Teams in Kontakt, wo wir dann ab und zu zum Vergleich mitfahren können.
Die Saison 06/07 werde ich definitiv nicht mehr auf Stöckli Skis absolvieren. Diese Woche unterschrieb ich den Vertrag bei Blizzard. Ich bin sehr überzeugt, dass das die richtige Entscheidung war, denn bei den Test im Kaunertal fühlte ich mich von Anfang an sehr gut auf diesen Skis und war auch schneller. Dennoch möchte ich mich bei der Firma Stöckli und bei allen Servicemänner und Mitarbeiter sehr bedanken. Die zwei Jahre die ich auf diesen Skis bestritt, war die Betreuung fantastisch. Ich wünsche Stöckli weiterhin alles gute und hoffe sie kommen noch näher an die Weltspitze heran. Für mich war die Entscheidung wirklich nicht einfach. Auch die Skischuhe werde ich noch testen. Ich werde den Garmont Schuh testen, der erst nächstes Jahr auf den Markt kommt.
Ihr seht, es kommt alles in Rollen und ich bin vorallem voll gesund und motiviert. Es wird ganz sicher wieder sehr interessant und wenn in der Vorbereitung alles gut läift, werde ich 100%-ig auch wieder schneller sein.
Bis dann, Gruss Mathias
04.06.2006
Als die Saison 04/05 zu Ende war, wusste ich, dass in der nächsten Saison in keinem Team mehr sein würde. Trotzdem war für mich schnell einmal klar, dass ich weiter fahren möchte, denn die Vorbereitungen liefen in dieser Saison nicht optimal. Natürlich machte ich mir Gedanken, ob ich es nochmal mache. Ich wusste, dass der Aufwand sehr gross wird und ich viel Willen und Durchhaltevermögen aufbringen muss. Doch genau das reitzte mich auch daran, nochmals alles daran zu setzten und es in den eigenen Händen zu haben, selber zu Organisieren und selber planen. Auch viele Gespräche mit Leuten die für mich wichtig sind und die meine Entscheidung voll Unterstützten und mir auch helfen wollten wo es ging, trugen zu diesem Entscheid bei. Allen voran halfen mir die Gespräche mit Sepp Stadler, der mir immer wieder versicherte, dass auch er noch voll daran Glaube und ich es nochmals schaffen kann.
Nur wenige Wochen danach kam der schreckliche Bescheid von Sepp. Zuerst war ich ein bisschen geschockt, aber er sagte selber noch, dass es auch so weiter gehen werde und ich alles daran setzen solle, um eine gute Vorbereitung zu organisieren.
Jan Urfer und ich telefonierten dann viel und konnten im Mai und Juni sehr gute Skitage im Kaunertal absolvieren. Wir konnten mit dem schwedischen Frauennationalteam trainieren, wo ja ein schweizer Chef ist. Im Juli war dann vorallem Kondi büffeln angesagt. Ich reiste mit Ambrosi Hoffmann nach Ostdeutschland zu unserem Konditrainer. Diese zehn Tage waren sehr hart. Wir stemmten in diesen Tagen so ca. 30 Tonnen Gewichte in die Höhe und liefen auch jeden Tag mehrere Kilometer auf der Bahn, dazu machten wir ca. 3000 Sprünge. Die letzten zwei Juli Wochen hatte ich dann noch ein bisschen Zeit zum arbeiten. Ich arbeitete bei der Arnold & Co AG auf dem Schiff und konnte so ein wenig Geld verdienen.
Im August starteten wir unser Projekt "Zermatt". Wir mieteten eine kleine Wohnung für die Monate August und September und standen fast jeden Tag, der gut war, auf den Skis. Zuerst trainierten wir vorallem mit den Liechtensteinern. Wenn die nicht am Berg waren, riefen wir die Trainier vor Ort an und fragten, ob wir mittrainieren können. So konnten wir super Tage zum Beispiel mit Ivica Kostelic, Didier Cuche oder mit der Schweizer Nationalmannschaft absolvieren. Es waren zwei harte Monate, denn wir standen viel auf den Skis, mussten selber Kochen, Ski präparieren und ein bisschen Konditionstraining stand natürlich auch jeden Tag auf dem Programm. In dieser Zeit jedoch lernte ich auch sehr viel. Vorallem profitierten wir natürlich von den Tagen mit den Cracks. Jan und ich machten aber auch jeden Abend selbst noch Videoanalyse und korrigierten einander, was uns beiden auch viel weiterhalf. Lars Längauer, der selbst mal im B-Kader war, war ebenfalls einige Tage mit uns am Berg und verfeinerte unsere Technik weiter. Für eine Woche war dann ebenfalls noch der frühere Weltcupfahrer Jörg Roten mit uns am skifahren.
Nach der Zeit in Zermatt wusste ich, dass ich technisch auf dem besten Niveau war, das ich wahrscheinlich je hatte. Leider verlief dann aber der Winter nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. Trotz einigen Bestresultaten seit vier Jahren und einigen wirklich guten Abschnittszeiten, kam ich auf zuwenig gute Resultate. Die suche nach den Gründen ist aber nicht so schwer. Zum Beispiel fanden wir bei einem Konditest, den ich im Herbst schon absolvierte, dass ich im Herbst körperlich schon zu müde war. Ich erreichte vor zwei Wochen leicht bessere Werte als im Herbst, wo ich eigentlich fiter sein müsste. Also war der Sommer zwar sehr erfolgreich was das technische anbelangt, aber halt einfach zu hart um bei den ersten Rennen topfit zu sein. Das zweite Problem war, dass ich von Anfang weg den Resultaten hinterherlief. Nach einem guten Rennen wollte ich es noch ein bisschen besser machen, aber meistens kam das Gegenteil heraus. Und dann kam ich nie in einen guten Rennrythmus, da sehr viele Rennen abgesagt wurden. So ist es schwer gegen den Frühling hin noch locker zu bleiben.
Nun ist die Saison zu Ende und wenn man auf die Resultatliste schaut, könnte man meinen ich sei nicht viel weiter gekommen. Das täuscht. Seit vier Jahren konnte ich wieder einmal eine Saison ohne Schmerzen und Verletzungen absolvieren. Das erste mal nach meinem Unfall, hatte ich keine Angst mehr und konnte auch auf der Abfahrt wieder voll angreifen. So hat es auch wieder viel mehr Spass gemacht Ski zu fahren und das Vertrauen ist enorm geschtiegen. Und technisch bin ich heute auf einem sehr guten Niveau.
Ich werde ganz sicher noch eine Saison anhängen, denn der Glaube daran, das ich es nochmals schaffen kann, war noch nie so gross. Die Freude, der Glaube und vorallem auch der Biss sind noch voll da. So wie es aussieht, werden wir ein kleines Privatteam bilden mit Marie-Theres "Maite" Nadig als Trainerin. Den Schwerpunkt setzen wir dieses Jahr vorallem auf Speed und Mentaltraining. Die letzte Saison inverstierten wir in die Technik. Jetzt muss ich nur wieder eine "Rennsau" werden, da ich das schon mal war, bin ich überzeugt, dass ich dieses Gefühl von richtig schnell Skifahren wieder finden kann, mit all diesen super Voraussetztungen.
Ich fahre weiter aus Freude, Ueberzeugung und mit grossem Willen. Da ich auch die finanziellen Mittel irgenwie zusammenbringe, bin ich sicher mich richtig entschieden zu haben und hoffe, dass mir viele von euch die Daumen drücken werden.
18.04.2006
Diese Woche sind alle Rennen im In- und Ausland abgesagt worden. Dafür war ich zwei Tage in Andermatt Freeriden, was sehr grossen Spass machte bei diesem vielen Schnee. Das grösste Highlight dieser Woche war jedoch der Eishockeymatch zwisch Ambri und Lugano, die wir klar mit 3:0 besiegten und jetzt sogar kurz vor Einzug ins Halbfinale stehen. Forza Ambri.
Auch mit Skirennen geht es hoffentlich diese Woche wieder weiter. Heute reise ich nach Splügen, wo wir am Montag trainieren werden und am Dienstag und Mittwoch zwei Fis-Riesenslaloms bestreiten. Nach diesen Rennen gehe ich nochmals alleine auf Tour. Ich werde ca 600 Kilometer unter die Räder nehmen und reise nach Filzmoos, in der nähe von Salzburg, wo zwei weitere Fis-Riesenslaloms stattfinden. Und in der nächsten Woche beginnen ja bereits die Schweizermeisterschaften, wo ich nochmals die Chance bekommen werde, gute Resultate rauszufahren.
12.03.2006
Vom 30.1. - 3.2. fanden in Veysonnaz zwei Europacup-Abfahrten, ein Super-G und eine Superkombination statt. Da ich in den letzten Jahren fast keine Abfahrten mehr bestritt, bin ich ziemlich nach hinten gerutsch. Ich musste mit der drittletzten Nummer, Nummer 80, starten. Von Training zu Training konnte ich mich steigern und lieferte in der ersten Abfahrt ein gutes Rennen ab. Ich wurde 46. und auf den 30. Platz fehlten mir nur 30 Hundertstel. Damit war ich sehr zufrieden. Leider fiel ich in der zweiten Abfahrt aus, wo ich zuviel riskierte. Am selben Tor fielen auch noch mehrere Fahrer aus und leider erwischte es mein Freund Beni Hofer noch schlimmer. Er riskierte auch viel, war mit der zweitschnellsten Zwischenzeit unterwegs und hängte sich voll rein in die letzte schwierige Kurve vor dem Ziel. Es drückte ihn genau wie mich ziemlich nach hinten, dann riss ihm das Kreuzband, ohne dass er stürzte. Somit konnte ich auch den Slalom für die Superkombination nicht bestreiten, denn die zweite Abfahrt hätte zur Kombination gezählt. Denn Super-G verbremste ich dann völlig. Eine Woche später fanden auf derselben Piste die Junioren-Schweizermeisterschaften in der Abfahrt statt. Leider ist es mir da gar nicht mehr so gut gelaufen. Am 13. und 14. Januar fanden im Hoch-Ybrig zwei weitere Fis-Riesenslaloms statt. Am ersten Tag fiel ich aus. Am zweiten wurde ich 13. und erreichte mein zweitbestes Resultat in diesem Winter. Ich bin vorallem im zweiten Lauf gut gefahren, wo ich mich von Rang 23 noch auf den 13. verbessern konnte. Nach den Rennen im Hoch-Ybrig lief nicht mehr viel. Wegen dem schlechten Wetter wurden sehr viele Rennen abgesagt und auch zum Trainieren war es nicht gerade super. Letzte Woche fanden dann zwei Super-Gs auf dem Stoos statt. Der erste wurde abgesagt. Der zweite fand statt, allerdings waren die Bedingungen sehr weich. Da das nicht gerade meine Lieblingsbedingungen sind und ich ein weiteres mal nicht vom Losglück profitieren konnten (ich zog Nummer 15) hatte ich keine Chance. Nummer 1 hat dann das Rennen auch gewonnen und ich klassierte mich auf Rang 35. Zwei Tage später wurden dann auch die Riesenslaloms in Mürren abgesagt. Was diese Woche noch läift ist noch unklar. Klar ist, dass ich noch vollgas geben werde in den nächsten Wochen. Es ist immer noch alles Möglich. In der Abfahrt verbesserte ich mich von Rang 537 auf Rang 310 der Weltrangliste. Im Super-G bin ich auf Rang 232 und im Riesenslalom auf Rang 356. Abgerechnet wird im Frühling....
06.03.2006
Anfang Januar fanden zwei Riesenslaloms in Hoch-Ybrig statt. Mit Nummer 30 konnte ich mich beim ersten Rennen auf dem 18. Platz klassieren und machte mein bestes Resultat seit drei Jahren. Vorallem gibt mir aber die Gewissheit, dass ich wirklich sehr gut gefahren bin, Selbstvertrauen. Leider lief es die nächsten Rennen danach aber nicht wirklich gut. Das grösste Problem war, dass ich einfach zu viel wollte und zu verkrampft gefahren bin. Aber auch im Materialbereich wurde ich ein bisschen unsicher und testete mehrere Modelle. Diese Woche bin ich jetzt keine Rennen gefahren. Ich trainierte drei Tage bei besten Bedingungen auf dem Hoch-Ybrig. Es lief ziemlich gut und ich konnte wieder Selbstvertrauen tanken. Da nächste Woche keine Fis-Riesenslaloms in der Nähe stattfinden, reise ich heute nach Veysonnaz, wo eine Europacup-Abfahrt, ein Super-G und eine Superkombination ausgetragen werden. Ich werde ohne grosse Erwartungen an den Start gehen und einfach versuchen mich nach vorne Arbeiten, denn ich werde so mit Nummern um die 100 starten müssen. Es ist dennoch ein super Training, vorallem, weil ich seit dem Sommer nicht mehr auf den Abfahrtskis stand. Für mich ist dann eher der Super-G wichtig, um zu sehen, wo ich da so stehe.
29.01.2006
Seit den ersten Rennen in Alleghe bin ich nur noch in Laax zwei Fis-RS gefahren. Da ist es mir überhaupt nicht gut gegangen. Ich schied zweimal aus. Leider lief dann nicht mehr viel, denn es wurden sehr viele Rennen abgesagt. Auch diese Woche waren praktisch nirgends Rennen. Da Entschied ich mich nach Brigels zu Reisen. Ich wusste zwar, dass es ein B-Fis-Rennen ist, also wahrscheinlich nicht gut zum punkten sein würde. Aber ein rennmässiges Training ist immer noch besser als nichts. Tatsächlich war ich auch der mit den besten Punkten am Start. Ich wusste jedoch, dass es nicht einfach sein würde zu gewinnen, denn das Gelände war nicht schwierig und die anderen Jungs geben auch gas. Am ersten Tag zog ich dazu noch Nummer 15, was auch nicht gerade ein Vorteil war bei diesen Verhältnissen. Aber leider gelang mir am ersten Tag auch nicht ein gutes Rennen. Natürlich wollte ich gewinnen, wieder mal ein kleines Erfolgsergebnis herausfahren. Doch ich fuhr zu verkrampft und kam gar nicht auf Touren. Nach dem ersten Lauf lag ich schon sechs Zehntel zurück und riskierte im zweiten Lauf alles...Es ging schief und ich konnte froh sein, dass ich überhaupt noch auf dem Podest landete. Was mich aber sehr freut ist, dass ich die Analyse vom ersten Tag praktisch 100%ig am zweiten Tag umsetzen konnte. Mir gelang im ersten Lauf ein nahezu perfekter Lauf und ich nahm der Konkurenz acht Zehntel und mehr ab. Obwohl es im zweiten Lauf schon wieder mächtig hämmerte und ich ein bisschen Zeit auf die besten im zweiten Lauf verlor, konnte ich das Rennen gewinnen. Mit der Leistung vom zweiten Tag bin ich wirklich sehr zufrieden und hoffe, dass ich dieses Gefühl gleich mitnehemen kann in das neue Jahr. Die nächsten Rennen fahre ich nun erst wieder am 3. und 4. Januar in Hoch-Ybrig, wo es mir im Training zuletzt auch sehr gut lief. Natürlich wird da die Konkurenz wieder besser sein, dafür auch die Möglichkeit meine Fis-Punkte zu verbessern. Dann geht es weiter am 7. und 8. Januar in Wengen mit zwei Super-Gs. Dort ist mein Ziel, mich für die nächsten EC-Speed Rennen zu empfehlen. Es gibt aber noch ein Highlight im alten Jahr...Ich werde am 26. Dezember beim Nachtslalom in Andermatt starten. So, jetzt wünsche ich euch allen noch eine schöne Weihnachtsfeier, aber esst nicht zuuuu viiieeeel, denn sonst geht es euch wie mir und ihr könnt euch nach dem Essen kaum noch recht bewegen und müsst vor lauter schlechtem Gewissen eine Stunde auf den Hometrainer.........
24.12.2005
Am Montag morgen bin ich nach Davos gereist, um den Vergleichswettkampf mit der Interregion Mitte zu fahren. Nach zwei Wochen Pause lief es mir gleich von Anfang weg nicht schlecht. Ich konnte den Wettkampf gewinnen, das gab erstmal ein bisschen ruhe. Die Rennen im Südtirol liefen noch nicht wie gewünscht. Trotz Nummer 47, sehr weicher Piste und einem sehr guten Starterfeld, erhoffte ich ein gutes Resultat. Am ersten Tag fühlte ich mich fast zu sicher und dachte, wenn ich nur einigermassen runterfahre, schaffe ich den Sprung in die ersten 30 und kann im zweiten noch aufholen. Doch ich gab einfach zu wenig gas und wurde nur 50. Darum war es sehr gut, dass ich am zweiten Tag es viel besser machte und mit Nummer 46 auf den 20. Platz fuhr. Leider waren die ersten zwei Jungs so schnell, dass ich zu viel Zeit verlor, um punkten zu können. Doch es gab trotzdem Selbsvertrauen, denn ich verlor auch auf die anderen Schweizer, die in den ersten 15 starteten, weniger als eine Sekunde. Anschliessend reiste ich mit dem B-Kader in die Lenzerheide, wo wir noch zwei Tage Riesen trainierten. So, ich muss mich beeilen...Ich reise nämlich noch heute nach Laax, wo zwei Fis-Riesenslaloms stattfinden. Es ist gut, dass ich jetzt schon zwei Rennen in den Beinen habe und ich hoffe, dass ich jetzt noch besser in den Rennrythmus finde und meine wirklich gute Form umsetzten kann. Bis dann, Mathias
04.12.2005
Auch nächstes Jahr werde ich mit einem Team of five den Gigathlon 2006 bestreiten. Aus über 2000 Anmeldungen konnte ich wieder einen der 800 Plätze für ein Team ergattern. Der Start ist am 7. Juli in Genf um 24.00 Uhr. Nach 166km rennvelofahren, 61km biken, 7km schwimmen, 44km inlinen und 42km secklen ist am 8. Juli das Ziel in Bern. So wie es aussieht, werde ich nicht mit dem gleichen Team wie letztes Jahr am Start sein. Für ein komplettes Team brauche ich drei Herren und zwei Damen. Bei den Herren sieht es gut aus, aber ich bin noch auf der suche nach zwei Damen, die sich die Schwimm- oder Inlinestrecke zutrauen. Also, meldet euch.....!!!!! Auf www.gigathlon.ch könnt ihr euch alles mal genau anschauen.
27.11.2005
Heute Abend habe ist mir endlich mitgeteilt worden, dass ich Dienstag, Mittwoch die Rennen in Alleghe fahren darf. Es sind zwei Fis-Riesenslaloms, wo ich bereits im letzten Jahr gefahren bin. In der Schweiz wurde bisher wegen des Schneemangels alles abgesagt. In den letzten zwei Wochen stand ich nicht auf den Skis und brachte mein Körper nochmals auf Vordermann...Ich glaube, dass war gar nicht schlecht, nochmals eine längere Pause einzulegen, denn ich freue mich jetzt sehr wieder die Skis anzuschnallen und bin richtig heiss, die Saison zu starten. Natürlich muss ich auch aufpassen, dass ich nicht gleich übermotiviert in die ersten Rennen steige. Ich will einfach das zeigen, was ich im Moment drauf habe, dann bin ich sicher, dass es schon nicht schlecht aussieht. Leider konnte ich die Quali für die ersten Europacup Riesenslaloms nicht fahren (warum weiss ich auch nicht) aber dafür werde ich Ausscheidungen fahren dürfen, für die ersten Speed Rennen in Saalbach. Morgen "früh" reise ich jetzt nach Davos, wo ich noch einen Vergleichswettkampf gegen die Interregion Mitte fahren werde. Anschliessend reise ich weiter nach Landeck und von da mit dem B-Kader nach Alleghe im Südtirol. Drückt mir die Daumen, ich melde mich nächste Woche, wie es gelaufen ist.
27.11.2005
In den letzten Wochen konnte ich zweimal mit dem B-Kader von Swiss-Ski mittrainieren. Einmal mit dem Speed-Team Super-G und eine Woche später mit dem Techniker-Team Riesenslalom. Die zwei Tage Super-G waren leider nicht optimal, ein Tag war gar nichts, am zweiten konnten wir erst um 10 Uhr auf den Gletscher in Saas-Fee fahren. Die vier Fahrten die wir dann absolvieren konnten, waren jedoch gut, doch weil es ein bisschen zu viel Wind hatte, war es sinnlos eine Zeitmessung aufzustellen. Letzte Woche trainierte ich dann vier Tage ebenfalls in Saas-Fee Riesenslalom. Die Bedingungen waren sehr winterlich, eher weich. Ich hatte ein bisschen mühe das erste mal bei diesen weichen Bedingungen das Gefühl zu finden. Aber es war ein sehr gutes Training und ich konnte profitieren. Heute reise ich mit der Interregion Mitte fünf Tage ins Pitztal, wo wir Riesenslalom und Super-G trainieren werden. Mitte November planen Jan und ich dann nochmals einen Kurs selber, um uns auf einer Kunstschneepiste optimal auf die Qualis und ersten Rennen vorzubereiten. Der Fahrplan stimmt auf jedenfall, der Winter kann kommen....
29.10.2005
Am 3. Oktober geben wir die Wohnung in Zermatt ab und ich kehre nach Hause zurück. Auch die letzten Wochen konnten wir noch perfekt trainieren. Wir haben jetzt den Frühling und Sommer über schon 32 Schneetage absolviert. Das gibt 115 Stunden auf Ski, 87 Stunden davon waren schön Wetter und harte Piste. Im Riesenslalom sind wir schon 3150 Tore gefahren, 650 im Super-G, im Slalom 500 und in der Abfahrt absolvierten wir 40 Kilometer. Da ich bis jetzt auch ohne Stürze und Verletzungen durchkam, spühre ich natürlich eine grosse Sicherheit auf den Skis, die ich in den letzten Jahren sehr vermisst habe.Letzte Woche konnten wir mit dem B-Kader eine Woche Speed-Training absolvieren. Vorallem im Super-G lief es sehr gut, aber auch in der Abfahrt konnte ich gute Fortschritte erzielen. Da Jan und ich bei den Zeitläufen gut dabei waren, dürfen wir diese Woche noch 2Tage mit dem B-Kader in Saas-Fee Super-G trainieren gehen. Wenn wir weiterhin gut bei den Leuten sind, erhoffen wir uns auch noch weitere Trainingswochen mit dem Kader. Das ist für uns jetzt wichtig, weil wir im Oktober und November noch keine definitive Trainingsplanung gemacht haben und auch nicht wissen wo wir mittrainieren können. Möglichkeiten gibt es aber sicher genug, wir können es uns sozusagen aussuchen. Aber das beste ist natürlich, wenn wir mit dem B-Kader so viel wie möglich mitkönnen, denn gegen die müssen wir uns am Schluss auch durchsetzten und uns für Europacup-Rennen qualifizieren.
26.09.2005
Sepp Stadler war es, der mich zum Skiclub Bürglen geholt hat und aus mir eine Rennmachine geschnitzt hat. Ich kann mich an kein Tag erinnern, wo ich nicht gerne aufs Biel trainieren gegangen bin mit ihm. Er hat mich manchmal hart ranngenommen, aber immer fair. Und vorallem hat es immer Freude gemacht. Auch als ich in die Kader zu anderen Trainern kam, war ich immer wieder froh um Sepps Rat. Er war vorallem psychologisch sehr stark, er wusste genau, wie ich mich fühle und was ich denke, zum Beispiel nach meinem Unfall. Und wenn es nicht so lief, brauchte es nur ein Gespräch mit ihm und ich hatte wieder neue Motivation und Mut. Sepp war der beste Trainer, den ich je hatte, und da bin ich nicht der einzige, der so denkt. Jeder Tipp und jedes wichtige Gespräch, dass wir hatten kommt mir wieder in den Sinn und ich kann die Tipps immernoch sehr gut gebrauchen. In meinem Herz wie das Feuer für den Skisport immer auch für Sepp weiterbrennen und ich bin sicher, dass er noch an manchem Skirennen dabei sein wird.
Ich wünsche Ruth, Relana, Corinne und Silvano alles Gute für die Zukunft!
09.09.2005
Im August hatten wir super Bedingungen zum trainieren. Wir konnten mit den Liechtensteinern mitfahren und hatten auch Vergleichsmöglichkeiten gegen die Deutschen. Zwei Tage konnnten wir sogar mit Cuche trainieren, der ja nach seiner Verletzung im Moment noch alleine unterwegs ist. Das war sehr interessant. Vorallem im Riesenslalom konnte ich Fortschritte erzielen. Ich bin mit dem technischen Bereich sehr zufrieden, aber auch mit den ersten Zeiten, die ich bei den ersten Vergleichen gefahren bin. Also voll im Plan. Jetzt kommt der zweite Block und ich hoffe bis ende September schon eine gute Form zu habe, dass ich dann nur noch gas geben kann.
09.09.2005
Heute reise ich mit sehr viel Gepäck nach Zermatt. Die nächsten zwei Monate werde ich gleich am Fusse des Gletschers wohnen. Ich habe mit meinem Kollegen, mit welchem ich auch das Sommertraining absolvieren werde, eine gemütliche Wohnung gemietet. Wir hoffen auf einen guten Sommer und dass wir viele gute Skitage haben werden. Also, ich melde mich, gute Zeit, gruss Mathias
02.08.2005
Am 10. Juli lief ich in Basel mit meinem Team feiernd über die Ziellinie des Gigathlon 2005. Um 19.00 Uhr stieg ich in Basel in den Zug, am 11. Juli um 7.30 Uhr kam ich in Neubrandenburg nach 12 Stunden Zugfahrt an. Um 9.00 Uhr standen 10 x 200m Zugwiederstandsläufe auf dem Programm....Mein Konditrainer schenkt mir nichts....;-)... Aber ich überstand auch diese Kondiwoche in Deutschland sehr gut. Vorallem im Kraftraum gaben Amba und ich alles, sahen aber auch beim Hürdentechniktraining mit den Siebenkämpferinnen seeeeehhhr gut und beweglich aus......Unser Konditrainer, Henry Haase, versuchte das Training, das er so gnadenlos ausgedacht hatte, mitzuhalten. Doch am Ende der Woche, mit einem "schönen" Abend dazwischen war zuviel....er war platt wie ne Flunder..;-)... Aber ich möchte ihm (und natürlich auch Jana und Roche) nochmals danken, denn es war wirklich eine super Trainingswoche und wir konnten beim ihm, gleich neben dem Trainingscenter schlafen und essen. Auch Ambrosi fand es super und zeigte diese Woche seine Muskeln und schnellen Beine. Die nächsten zwei Wochen trainieren wir jetzt nicht mehr so hart. (In der Ruhe wächst der Muskel). So habe ich Zeit ein wenig zu arbeiten. Ich verdiene ein paar Franken bei der Arnold & CO AG als Matrose.....
23.07.2005
Am Wochenende vom 8. bis 10. Juli fand der Gigathlon 2005 statt. 394 Kilometer und 8210 Höhenmeter waren von Locarno nach Basel, schwimmend, auf den Inlines, mit dem Rennvelo, Bike und zu Fuss zu absolvieren. Top vorbereitet reiste ich mit meinem Team (Blätznis Team)nach Ascona. Unser Team bestand aus sechs Leuten, Lisa Schneider kam kurzfristig als schwimmerin ins Team für die verletzte Sybille Burch. Nicole Balmer nahm am ersten Tag die harte Laufstrecke auf sich und am zweiten Tag die Inlinstrecke. Cornel Züger überwand beide Tage die vielen Rennvelokilometer (190km). Jan Urfer glänzte am ersten Tag mit der 7. schnellsten Inlinezeit und am zweiten Tag mit einer super Zeit auf der letzten Etappe zu Fuss. Ich krampfte mich auf dem Bike (und vorallem auch zu Fuss, mit dem Bike auf dem "Buggel") ab. Und Daniela Bruhin war unsere Betreuerin und verwöhnte uns mit Massagen und feinen Kornriegeln....
Wie die meisten der 700 Teams schlugen wir unser Zelt auf und gingen schon bald etwas nervös schlafen, den wir wussten, die nächsten zwei Tage werden happig. Das wurde uns mitten in der Nacht noch bewusster, als es zu donnern anfieng, dass die Erde unter uns erzitterte und der Regen auf die Zelte runterprasselte, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war.
Der erste Tag jedoch verlief sehr gut. Vorallem die Uebergabe klappte immer sehr gut und alle überstanden ihren Streckenabschnitt. Ich hatte auf meinen 49km und 2100 Höhenmeter, dazu 1280 Meter Abstieg mit der extremen Steilheit zu kämpfen. Vorallem beim Abstieg. Und Cornel hatte den Nufenen-, Grimsel-, und Brünigpass zu überwinden und hatte praktisch vom ersten Meter weg Wassertropfen und auf dem Grimselpass sogar Hagelkörner im Genick....Der zweite Tag war von den Kilometern her weniger schlimm, dafür wurde nochmals alles gegeben. Wir erreichten das Ziel am zweiten Tag sensationell unter den ersten 70. der 700 Teams. Gesamt wurden wir 138. Wir sind alle sehr zufrieden und vorallem war es ein super Erlebnis. Infos zu den Strecken und Ranglisten findet ihr unter www.gigathlon.ch
20.07.2005
Mein Kollege und ich haben bereits neun Skitage, bei nahezu perfekten Bedingungen absolvieren können. Die ersten drei Tage machten wir Techniktraining mit unserem Privattrainer im Kaunertal. Den zweiten Kurs konnten wir mit Tom Stauffer, Cheftrainer bei den Schwedinnen, ebenfalls im Kaunertal mittrainieren. Wir waren nur zu viert, Jannette Hargin, Monika Dummermuth, Jan und ich. Zwei Tage konnten wir auch noch mit Poutiainen und Co. Super-G tainieren. Es war zwar nicht jeden Tag super Wetter, aber wir konnten immer bei guten Pistenverhältnissen trainieren und provitierten sehr viel von den schweizer Trainern, die im Ausland arbeiten. Ich war auch erstaunt, wie die anderen Teams uns geholfen haben und uns ohne zu zögern mittfahren liessen. An einem Tag machten wir so sieben Läufe Super-G, nach einer kleinen Pause noch sechs Läufe Riesenslalom.
Natürlich sind solche Kurse auch härter für uns, denn am Morgen mussten wir manchmal helfen Stecken und Stangen buckeln, dann unsere drei Paar Skis holen und dann auch wieder abräumen. Am Nachmittag Ski machen, dann Kondi, Skis abziehen, Viedeo überspielen und die nächste Trainingstage organisieren. Aber ich wurde weniger müde als noch letztes Jahr, wo mir alles gemacht wurde. Ich habe nämlich sehr viel Spass daran, mein Training selbst zu organisieren, denn so bekomme ich auch genau das, was ich brauche und muss nicht das machen, was irgend ein Trainer will. So ist natürlich die Lust und Motivation viel höher und man fährt aus Freude und vorallem freiwillig noch zwei, dreimal mehr aus.
Jetzt haben wir aber erstmal Pause auf den Skis. Den Juli über ist vorallem Konditionstraining angesagt. Auch da bin ich weiter als letztes Jahr um die gleiche Zeit. Ich werde mit Ambrosi Hoffmann zusammen am 10. Juli nach Deutschland reisen, um wieder zwei Wochen intensiv trainieren zu können. Ab August wohne ich dann bis September in Zermatt. Jan und ich mieten eine kleie Wohnung und werden jeden guten Skitag ausnützen. Im August und September werden wir zwei Skikurse mit den Liechtensteinern trainieren. Mit anderen Teams sind wir noch in Kontakt. Also, ihr seht, es läift alles sehr gut im Moment und ich bin überzeugt, dass wir wirklich nochmals vorwärts kommen.
Gute Woche, Gruss Mathias
22.06.2005
Lange ist es her, dass ich etwas Neues geschrieben hab. Das hat vorallem damit zu tun, dass die letzten Rennen nicht mehr nach Wunsch gelaufen sind und ich aus dem Swiss-Ski-Verband geflogen bin. Für mich war aufzuhören kein Thema, da die letzten zwei Jahre nicht nach Wunsch liefen. Ich bin mir bewusst, was für Fehler ich machte und nebenbei hatte ich das gefühl, dass im C-Kader, wo ich war, auch nicht alles optimal lief. Auf jedenfall bin ich mehr motiviert als je zuvor, es nochmals richtig anzupacken. Wie gesagt, ich weiss was falsch lief, darum habe ich einige Dinge geändert und habe es jetzt in der eigenen Hand, ein perfektes Umfeld um mich zu bilden. Am wichtigsten ist ein Trainer, dem ich 100% vertrauen kann. Ich bin wirklich froh, dass der beste Trainer den ich kenne, mich unterstützen wird. Sepp Stadler. Details konnten wir noch nicht besprechen, aber ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Der Kondi-Trainer bleibt der gleiche, Henry Haase. Wir ändern nur ein paar kleine Sachen. Ich werde mehr Ausdauer trainieren und ein bisschen weniger Kraft, (weil ich dann immer gleich zu dick werde, sagt er....;-) ). Ich werde auch eng in Kontakt sein mit ein paar anderenen Jungs, die die Selektion auch nicht mehr geschafft haben. Mit Jonas Russi und Vitus Lüönd vorallem das Konditionsprogramm und auch einige Skitage. Mit Jan Urfer arbeite ich dann auf den Skis zusammen. Wir sind jetzt schon in Kontakt mit den Liechtensteinern und einigen anderen Nationen, dass wir dann auch Tore fahren können im Sommer und gute Vergleichsmöglichkeiten haben. Bei der Skimarke bleibe ich treu. Der neue Chef von Stöckli hat mir das Vertrauen auch ausgesprochen und werde keine Nachteile zu den Leuten im Swiss-Ski-Kader haben, was sehr wichtig ist. Beim Skischuh bin ich noch nicht ganz sicher. Auf jedenfall werde ich den Technica Schuh noch testen und vergleich mit dem Atomic. Neu mache ich ein Mentaltraining in Zusammenarbeit mit einem Sportpsychologen. Viel mehr kann ich noch nicht dazu sagen, denn da ist auch noch nicht alles klar. Auf jedenfall arbeite ich da mit Jürg Grünenfelder zusammen, der mir das auch empfohlen hat und bei ihm habe es auch sehr viel bewirkt. Also ihr seht, es ist einiges im gang und ich bin sicher, dass das der richtige Weg ist, denn jetzt habe ich ein Team um mich zusammen, dem ich 100% vertraue und das kann entscheidend sein. Ich möchte auch allen neuen und alten Sponsoren danken, denn ohne sie könnte ich auch nicht weitermachen. Vorallem danke ich auch dem Fanclub, denn auch sie stehen voll hinter mir und haben die Club-Kasse gelehrt und mir das Geld zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmals allen und bis dann....Gruss Mathias
19.05.2005
Morgen fängt die Schweizermeisterschaft 05 in Laucherenalp an. Zuerst finden zwei Trainings auf der Abfahrtsstrcke statt. Am Mittwoch ist dann die Meisterschafts-Abfahrt und am Donnerstag noch eine Fis-Abfahrt. Der Super-G wird am Freitag ausgetragen. Die technischen Disziplinen finden erst nach Ostern in Visperterminen statt.
Ich freue mich sehr auf die SM und sehe den Rennen positiv entgegen. So wie es aussieht, werde ich auch in allen Disziplinen an den Start gehen.
Also, drückt mir die Daumen ;-)...
13.03.2005
Anfang Januar versuchte ich es auf der Abfahrt in Wengen. Da klappte es nicht so gut und ich verletzte mich auch noch leicht an der Schulter. Weiter ging es mit zwei Super-Gs in Val disere, wo ich auch nicht gerade brillierte. Nach ein paar Tagen Pause und zwei Tagen Riesenslalomtraining auf dem Gemsstock, kam mein gutes Gefühl zurück. Ich merkte auch, dass mir eine andere Platte besser passte, als ich bis jetzt gefahren bin. Bei den zwei Riesenslaloms in der Lenk von letzter Woche, wollte ich endlich einmal so richtig gas geben. Denn Riesenslalom ist im Moment wirklich meine beste Disziplin. Am ersten Tag viel ich noch aus, nach guter Fahrt. Am zweiten Tag gelang mir der erste Lauf auch nicht nach Wunsch, doch im zweiten kam ich mit der zweitschnellsten Zeit noch von Rang 11 auf den 6. Schlussrang. Somit gelang mir auch das beste Resultat der Saison. Heute Reise ich nach St. Vigil (ITA) wo wir zu zweit zwei Tage Riesenslalom trainieren werden. Nächste Woche sind zwei Fis-Riesenslaloms in Nendaz, wo ich wieder vollgas geben werde. Wenn mir dort zwei gute Rennen gelingen, kann ich anschliessend den Europacup-Riesenslalom in Veysonnaz bestreiten.
26.01.2005
Am 27. und 28. Dezember fuhr ich noch die Fis-Slaloms im Sörenberg. Es war sehr schwer. Leider waren die Verhältnisse neben der Rennpiste nicht gut, so konnten wir nicht einmal ein paar Slalomtore einfahren. Das wäre gerade für mich wichtig gewesen, denn mit drei Slalomtrainingstagen fehlte mir ein bisschen das Gefühl. Mit Startnummer 101 kämpfte ich mich aber zweimal runter. Wie gesagt war es ziemlich schwer, ab und zu kam sogar das Gras hervor. Am Schluss wurde ich 54. und ich konnte sogar punkten. Der Rang war mit meiner Nummer und so wenig Training gar nicht schlecht, doch ich verlor sehr viel Zeit. So machte ich nur ein 93 Resultat. Am zweiten Tag kam ich nie in den Rythmus und viel nach 10 Toren bereits aus. Doch ich hatte beide Tage Spass am Skifahren, auch wenn ich mir ein wenig mehr erhofft habe.
Gestern trainierte ich noch einmal Riesenslalom im Hoch-Ybrig. Jetzt gibts drei Tage Pause. So wie es aussieht fahre ich am 3. und 4. Januar zwei Riesenslaloms in Grand Bornard (FRA). Anschliessend reise ich nach Wengen für zwei Abfahrten auf der Lauberhorn-Strecke.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch und feiert nicht zu heftig....;-)...viele Grüsse Mathias
31.12.2004
Bei den Fis-Riesenslaloms in Laax erreichte ich den 8. und den 12. Rang. Mit diesen Resultaten kann ich nicht ganz zufrieden sein. Am ersten Tag hatte ich sogar noch ein Sturz im ersten Lauf, konnte das Rennen aber fortsetzten. Auch bei diesem Rennen hatte ich sehr gute Abschnitte. Beim Rieseslalom in St.Moritz versuchte ich mal mehr zu Riskieren und bin leider ausgeschieden. Anschliessend reisten wir nach Reiteralm (AUT) zu einem Super-G mit sehr guter Beteiligung. Auch hier hatte ich eine sehr gute Fahrt vom Gefühl her, sie war zu schön und nicht so schnell. Rang 37. Leider hatte ich also im Dezember noch keine Spitzenresultate, aber ich fahre sehr gut Ski. Darum lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen und bin überzeugt, dass ich im neuen Jahr noch sehr gute Resultate herausfahren werde....Jetzt haben wir erst mal Weihnachtspause. Am 27. und 28. Dezember fahre ich die Slaloms in Sörenberg. Mal schauen wie es da läuft. Natürlich erwarte ich im Slalom nicht allzuviel, ich versuche einfach meine Punkte zu verbessern. Mit 106 Slalompunkten sollte das nicht so schwierig sein...;-)...Es sind übrigens auch noch ein paar neue Bilder von den Rennen in Reiteralm drauf....
Also, ich wünsche allen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Bis dann, Mathias
23.12.2004
Der Saisonstart verlief nicht so gut. Bei den Fis-Rennen in den Dolomiten in Alleghe (ITA), schied ich beide Tag im 1. Lauf aus. Besser lief es bei den Rennen im Hoch-Ybrig. Rang sieben und acht schauten raus. Es wäre zwar mehr drin gelegen, aber ich habe gesehen, dass ich dabei bin. Ein paar kleine, dumme Fehler waren zwar noch drin, aber ich bin sicher dass es jetzt von Rennen zu Rennen besser gehen wird.
Heute reisen wir nach Laax, wo Dienstag und Mittwoch zwei Fis-Riesenslaloms stattfinden. Am Freitag, Samstag sind dann zwei weitere Rennen in Zermatt geplant. Ich hoffe, dass es gute Rennen werden und ich werde alles geben, um wieder ein Schritt nach vorne zu machen....bis dann, Mathias
13.12.2004
Kaum zu glauben....endlich habe ich es geschafft neue Fotos raufzuladen. Es sind praktisch unter jedem Ordner neue und auch ein paar ganz neue Ordner von Traininglager in letzter Zeit...viel Spass!!!! Für alle, die gerne Ranglisten studieren, können natürlich unter dem Link "Resultate" rein. Dann einfach unter "Alpine Skiing", "Results" das jeweilige Rennen, bei dem ich oder Bode gestartet sind, anklicken und schon könnt ihr alles genau analysieren....
30.11.2004
In Zermatt konnten wir gerade mal drei Trainingsfahrten am 1. Tag machen, die folgenden vier Tage wurde die Saison eröffnet....beim Jassen..!!!:-)...Die ganze Woche war schönstes Wetter, doch leider war der Wind so stark, dass man nur als sehr guter Langläifler über die Fläche gekommen wäre. Die letzte Woche trainierten wir dann in Laax bei besten Verhältnissen. Die drei Tage Riesenslalomtraining haben mich nocheinmal vorwärts gebracht und jetzt bin ich zuversichtlich für die ersten Rennen. Diesen Donnerstag und Freitag fahre ich die ersten Fis-Rennen in Alleghe (ITA). Ich freue mich sehr und es wird eine erste genaue Standortbestimmung, denn ich kann nicht genau sagen, wie schnell ich bin. Klar ist auf jedenfall, dass ich sehr gut trainiert habe in den letzten Monaten und jeden Tag Fortschritte erzielen konnte. Ich werde mich melden wie es gelaufen ist, bis dann.....grüsse Mathias....ps. drückt mir die Daumen...:-)
30.11.2004
Diese Woche fängt die Saison auch für mich schon an. In Zermatt finden zwei Abfahrten und zwei Super-Gs am Samstag und am Sonntag statt. Ich bin froh, dass es losgeht, denn nach der langen Vorbereitungszeit möchte ich gerne mal wissen wo ich genau stehe. Die letzte Woche waren wir noch in Cervino, wo ich das erste mal dieses Jahr Abfahrt trainiert habe. Es lief aber schon ganz gut. Vorallem im Riesenslalom konnte ich mich sehr steigern und war bei den letzten Zeitläufen vorne dabei. Auf die Riesenslaloms freue ich mich dann besonders, die ersten Rennen finden Anfang Dezember in St. Moritz statt. Jetzt gehts erst mal auf die Speed-Skis, mal schauen wie es da läuft. Ich bin Zuversichtlich....also, ich melde mich wie es gegangen ist. Allen eine schöne Woche..viele Grüsse Mathias
16.11.2004
Lange konnte ich keine News mehr schreiben. Erstens, weil wir sehr viel unterwegs waren und zweitens, weil unser Computer zu Hause schlapp machte. Dafür gibts aber ab jetzt keine Ausrede mehr, denn wir haben jetzt einen Neuen...;-)...Wie gesagt waren wir sehr viel auf den Skis die letzten zwei Monate. Es geht immer besser, vorallem technisch sieht es schon ganz gut aus. Das volle Vertrauen und Ueberzeugtheit fehlt noch, aber das kommt sicher auch mit den nächsten Trainings. Am Montag reisen wir auch schon wieder ins Piztal, wo wir Riesenslalom und Super-G trainieren werden.
Nächste Woche werde ich endlich wieder mal ein paar neue Fotos von den Skitrainings raufgeladen..Also, bis dann!!! Mathias
24.10.2004
In Neubrandenburg trainierten wir sehr hart. Wir waren jeden Tag mindestens einmal im Kraftraum und spuhlten ebenfalls viele Kilometer auf der 400m-Bahn ab. Das härteste für mich waren jeweils die 8x800-Meter Läufe, die wir dreimal machten in diesen 10 Tagen. Tatsächlich hatte ich zwischendurch auch was zum jammern, zum Beispiel wegen meinem blauen Zeh, der die Türe nicht unfreiwillig geküsst hat und zwei Tage lang sehr schmerzte. Das harte Training hat sich jedoch gelohnt. Die Muskeln sind nun richtig Kräftig und die Läufe geben die Härte für den Winter. Ebenfalls die Betreuung war super. Unser Kondi-Trainer Henry Haasenhirn@aol.com hat extra eine Woche frei genommen und wacker mit uns trainiert. (so gut es ging.....;-) ). Er hat alles super Organisiert und uns fantastisch die Knochen zurecht gebogen. Vielen Dank nochmals für alles.
Nun gehts wieder mal auf die Skis und ich freue mich sehr. Das Wetter scheint endlich auch mal eine Woche gut zu sein. Zuerst reise ich nach Zermatt für zwei Tage und anschliessend nach Saas-Fee bis Montag. Ich melde mich nächste Woche, wie es gelaufen ist und werde dann auch wieder ein paar neue Bilder hochladen. Viele Grüsse Mathias
07.09.2004
Der letzte Skikurs in Zermatt endete für mich früher als geplant. Es war der erste Tag in den Toren und ich hatte schon ein sehr gutes Gefühl. Beim zweitletzten Lauf passierte mir ein Fehler und ich rutschte auf dem Innenski weg. Normalerweise ist das ja überhaupt nicht schlimm, da jedoch der Schnee sehr weich war, frass sich der Innenski wieder in den Schnee und es stellte mich nochmals auf. Dabei verdrehte es mir den Fuss ziemlich stark im Innenschuh, was sehr schmerzhaft war. Zuerst dachte ich sogar, es sei etwas kaputt gegangen. Zum Glück stellte sich heraus, dass nichts gebrochen oder gerissen war. Die Bänder wurden jedoch stark überdehnt und der Köchel geprellt. Da es so schmerzte und ich den Fuss drei Tag voll entlasten musste, durfte ich vorzeitig mit Krücken (und mit einer laaaangen Zugfahrt) nach Hause reisen. Jetzt geht es aber schon wieder sehr gut und ich kann alles trainieren.... Diese Nacht reisen wir (Jonas Russi, Philip Käslin und ich) 10 Stunden nach Ost-Deutschland ins Kondi-Trainingslager. Ich freue mich sehr darauf, obwohl es sehr hart werden wird. Meine letzte gute Saison fuhr ich, als ich zwei Wochen richtig Sport gemacht habe da oben...;-)...Ich erhoffe mir auch diesmal einen grossen konditionellen Schritt, vorallem im Kraftbereich. Wir werden zwei Wochen lang, praktisch jeden Tag zweimal im Kraftraum möglichst viel Gewicht in die Höhe stemmen und draussen auf der 400m-Bahn versuchen neue Rekorde, (nur persönliche), zu brechen. Wünsche euch allen auch noch schöne Ferien....viele Grüsse Mathias
16.08.2004
Vor zwei Wochen haben wir das Skitraining in Zermatt wieder aufgenommen. Leider konnten wir drei Tage lang nicht auf die Skis und der Skikurs entwickelte sich als Höhenkonditionskurs...;-)..Doch dann hatten wir noch drei super Tage. An das neue Material habe ich mich schon sehr gut gewohnt. Die Skis gehen super und auch beim Skischuh habe ich mich mehr oder weniger entschieden. Ich werde im nächsten Kurs noch die letzten Tests machen, bevor ich mich definitiv entscheide. Der zweite Kurs in Saas-Fee war leider schlecht. Wir konnten wieder drei Tage nicht auf die Skis und die zwei, die wir dann auf den Skis standen waren nicht gut. Die Verhältnisse waren so schlecht, dass wir nicht wie geplant mit dem Stangentraining beginnen konnten. Dafür nutzten wir die Tage nochmals für gutes Konditionstraining und Techniktraining. Obwohl ich konditionell noch lange nicht auf dem Höhepunkt bin, werde ich von Tag zu Tag stärker. Im Knie habe ich praktisch keine Schmerzen mehr und kann voll gas geben.
Diese Woche habe ich ein hartes Konditionsprogramm und am Freitag reisen wir nach Leukerbad, wo wir Konditionstests absolvieren. Der nächste Skikurs findet vom 3. August bis am 13. August in Zermatt statt.
Ich möchte nochmals allen danken, die ans Grillfest gekommen sind. Es war wirklich sehr gemütlich. Vorallem möchte ich Sandra, Steffy, Ueli und Marco danken, wo es organisiert haben und wegen des Wetters umstellen mussten. Das Fest war so gut, dass ich am Sonntag bei einer kleinen Biketour doch ziemlich leiden musste...;-)...
25.07.2004
Letzten Freitag bekam ich bescheid, dass ich die KV-Prüfungen erfolgreich bestanden habe. Habe mich sehr gefreut, denn ich hätte nie damit gerechnet. Diesen Freitag findet die Diplom-Feier statt. Letzte Woche trainierte ich das erste mal mit dem Team in Magglingen. Es war sehr gut und ich habe weniger Schmerzen, als ich erwartet habe. Das Knie fühlt sich schon sehr gut an und ich blicke darum auch zuversichtlich in die nächsten Wochen, wo die ersten Skitrainings stattfinden werden. Seit zwei Wochen kann ich wieder trainieren und ich musste feststellen, dass ich noch sehr viel zu tun habe. Da ich aber schon ohne grosse Schmerzen trainieren kann, werde ich von Tag zu Tag stärker und bis anfang Winter bin ich dann sicher auch voll bereit. Das wichtigste auf den Skis ist jetzt erst mal, mich an das neue Material zu gewöhnen und die Skischuhe auszutesten die ich möchte. Das nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch und braucht sehr viel Feingefühl, aber ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Machts gut, ich melde mich nach dem ersten Skikurs wieder..bis dann, gruss Mathias
30.06.2004
Am 10. Juni konnte ich die Platte rausoperieren lassen und es ist alles gut gegangen. Heute konnte ich die Fäden rausnehmen und rücke nach Magglingen ins Trainingslager ein. Dem Knie geht es sehr gut, ich konnte bereits die letzten Tage leicht trainieren. Einen Tag vor der Operation hatte ich meine letzte KV-Prüfung. Ob ich alles bestanden hab, kann ich noch nicht sagen. Ein, zwei Prüfungen sind mir nicht so gut gelaufen...mal schauen. Auf jedenfall bin ich froh, dass ich mich jetzt aufs Training konzentrieren kann...
Viele Grüsse Mathias
21.06.2004
Nach zwei mühsamen Wochen und jede Menge Antibiotika-Pillen geht es mir jetzt wieder tiptop. Es war wirklich scheisse und ich bin sehr froh, dass ich das jetzt überstanden habe. Letzte Woche haben die KV Prüfungen angefangen. Es war auch eine harte Woche, denn ich hatte pro Tag 2-3 Prüfungen. Jeden Abend lernte ich für die nächste Prüfung und es gab immernoch mehr zu lernen, als ich dachte. Da die Prüfungen schon um 8.00 Uhr in Luzern angefangen haben, gab es nicht viel Schlaf. Aber jetzt habe ich auch das geschafft, am Dienstag und Mittwoch habe ich nur noch Englisch und Französisch mündlich. Wird schon schief gehen. Leider kann ich nicht behaupten, bei jeder Prüfung ein super Gefühl zu haben und somit kann ich auch nicht sagen, ob ich alles bestehen werde. Ich denke es wird eher knapp. Endlich konnte ich mein Training auch wieder aufnehemen. Ich muss meinen Körper erstmal wieder aufbauen und mache leichtes Ausdauertraining. Diesen Donnerstag kann ich auch die Platte in meinem Knie rausoperieren lassen. Ich werde ca. zwei Tage im berner Salem Spital bleiben müssen, kann aber dann schon bald wieder mit leichtem Training beginnen. Im Juni haben wir noch zwei Konditionslager in Magglingen und im Juli gehen wir dann das erste mal auf die Skis......So, i have to learn, i wish you i nice week....au revoir et à prochain fois, Monsieur Briker
07.06.2004
Letztden Dienstag ging ich zum Arzt, nachdem ich die Tage davor merkte, dass etwas nicht stimmt. Ich bekam an den Beinen mehrere Abszesse. Der Arzt stellte sofort fest, dass das Blut verschmutzt sein muss. Natürlich war es unter diesen Umständen nicht möglich die OP durchzuführen. Morgen kommt dann auch aus woher der Virus kommt. Wir vermuten, dass er bei meinem Bikesturtz vor ca. zwei Wochen in mein Körper geschlichen ist. Ich schürfte mir damals die Arme und Beine ziemlich heftig auf. Das alles ist natürlich sehr blöd, denn wenn ich erst in ca. zwei Wochen das Knie operieren kann, ist es dann schon wieder mitte Juni, bis ich anfangen kann zu trainieren. Das wichtigste ist jetzt erstmal, den Virus aus meinem Körper zu vertreiben und gesund zu werden...dann schau´mer weiter...also, machts gut und passt auf euch auf...:-)
13.05.2004
So jetzt ist alles definitiv. Die nächste Saison werde ich im C-Kader sein. Natürlich ist mein Ziel, mich so schnell wie möglich wieder fürs B-Kader zu qualifizieren und im Europacup gute Resultate zu erzielen. Wenn ich im Sommer und Herbst gut fahre, kann ich wieder mit dem B-Kader mittrainieren. Für mich wird die neue Saison wie ein kleiner Neuanfang. Auch aus diesem Grund wechselte ich die Skis. Ich werde in Zukunft auf den schweizer Skis Stöckli Kopf und Kragen riskieren...:-)...Ich bin sicher, dass das eine gute Entscheidung für mich war und bin sehr motiviert mal auf neuen Skis zu fahren. Seit ich Fis-Rennen fahre, bin ich noch nie was anderes als Salomon gefahren. Natütlich muss ich auch die Schuhe wechseln, ich werde mich aber erst im Sommer definitiv entscheiden. Bis dahin werde ich den Atomic und den Lange Schuh testen. Ebenfalls wechsle ich meine Brillen, Helme und Stöcke. Jahrelang fuhr ich die Scott Produkte, die alles zusammen geliefert haben. Es ist noch nicht ganz definitiv, zu welcher Marke ich wechsle. Ich werde euch natürlich auf dem laufenden halten. Die ersten drei KV-Prüfungen habe ich auch schon hinter mich gebracht. Die nächsten fangen ende Mai an. Am Mittwoch wird mir jetzt erstmal das Eisen aus meinem Knie entfernen lassen. Die Platte und die fünf Schrauben werden rausgenommen. Danach muss ich ca 2-3 Wochen ein bisschen vorsichtig sein und habe schön Zeit zum lernen. Wünsche euch allen eine schöne Woche, bis zum nächsten mal. Gruss Mathias
10.05.2004
Diese Woche habe ich bereits die ersten KV-Prüfungen und dann Ende Mai die nächsten. Die Saison 03/04 habe ich abgeschlossen. Es war mein Comeback-Jahr und ich bin zum Teil sehr zufrieden, obwohl ich keine guten Resultate geschafft habe, aber das ist ja nicht immer das wichtigste. Diese Saison war schon sehr, sehr hart, startete ich doch vor drei Jahren im Europacup noch in den ersten 15 und nun starte ich nicht mal mehr an einem Fis-Rennen in den ersten 20ig, weil ich meine Fis-Punkte verlor. Zufrieden bin ich mit meinem Knie, ich hatte die ganze Saison über nicht einmal Schmerzen. Das hätte ich niemals gedacht, dass es ohne Probleme geht. Die Gesundheit ist ja auch das wichtigste. Skifahrerisch bin ich auch sehr zufrieden. Ich glaube, dass ich technisch sogar besser gefahren bin als vor drei Jahren. In einzelnen Trainingsläufen war ich auch schon wieder voll dabei und auch im Rennen hatte ich sehr schnelle Läufe. Leider immer nur einer und das zählt halt nichts am Schluss. Das wichtigste ist aber, dass ich weiss, dass ich wieder sehr schnell Skifahren kann. Ich war in den letzten Wochen noch am Skitesten und werde mich noch diese Woche entscheiden ob ich wechsle oder nicht. Ich werde euch informieren. Ebenfalls erfahre ich diese Woche welchem Kader ich angehören werde. Bis bald, Mathias
26.04.2004
Vorige Woche fuhr ich ein gutes Rennen in Frankreich. Leider vergab ich ein besseres Resultat im zweiten Lauf. Nach dem ersten lag ich noch auf dem dritten Platz, mit nur wenig Rückstand. Ich fiel auf den sechsten zurück, verlor aber vorallem zuviel Zeit im zweiten Durchgang. Am Wochendende fuhr ich Regionalrennen im Sörenberg, wo ich den Riesenslalom und den Super-G gewinnen konnte. Leider lief es auf dem Stoos nicht ganz so gut. Ich weiss jedoch woran es lag und werde es an den Schweizermeisterschaften besser machen. Die fangen nächsten Montag an. Die einzigen Urner Fis-Rennen finden am 3. und 4. April in Andermatt statt und dann sind noch die Rennen in Davos. Das werden bestimmt noch sehr gute Rennen, also drückt mir die Daumen, ich kanns brauchen...;-)
19.03.2004
Der ganze Januar war ziemlich mühsam. Ein Rennen um das andere wurde abgesagt und sogar zum richtig trainieren war es meistens zu schlechtes Wetter. Die paar Rennen die ich gefahren bin, sind gar nicht gut gelaufen. Anfang Februar bin ich an zwei Europacup-Riesenslaloms in St. Moritz gestartet. Ich bin zwar zweimal ausgeschieden, aber ich spühre dass es jetzt wieder vorwärts geht. Das zeigten mir auch die Rennen in Nendaz von letzter Woche. So schnell war ich noch nie unterwegs, leider wollte ich dann zuviel und stürzte ein weiteres mal. Ich musste mit Prellungen an der Hüft und Rippen und mit einer Nierenquetschung vorzeitig nach Hause reisen. Diese Woche musste ich mich ein bisschen schonen. Heute morgen bekam ich aber wieder grünes Licht vom Doktor für die beiden Fis-Rennen im Hoch-Ybrig, die dieses Wochenende stattfinden. Anschliessend reisen wir nach Megeve (FRA) für zwei Super-G´s. Ich hoffe, dass ich mal meine Läufe ins Ziel bringe. Ich bin sicher, dann sind auch gute Resultate möglich. Machts gut, Mathias....
12.02.2004
Alle Rennen die diese Woche geplant waren, wurden bereits abgesagt. Das ist sehr schade, aber gegen das Wetter ist man machtlos. Abwarten und Tee trinken stimmt natürlich nicht ganz. Die Wartezeit überbrücke ich vorallem mit Konditionstraining. So gesehen hat das schlechte Wetter sogar etwas positives, denn normalerweise hat man während der Saison nur sehr wenig Zeit intensiv zu trainieren. Ich geniesse es auch, ein paar Tage in Ruhe zu Hause zu erholen und mal nicht ans Skifahren zu denken.... Ab nächster Woche gehts dann wieder los, mit einem Rennen nach dem andern, wenn das Wetter mitspielt. Ich freue mich auf die nächsten Rennen und bin sehr motiviert voll gas zu geben. Also, ich halte euch auf dem laufenden. Bleibt fleissig!!! Mathias
15.01.2004
Diese Woche trainierten wir am Montag und Dienstag noch in Saas-Fee Riesenslalom, wo nächste Woche zwei Europacup Rennen stattfinden werden. Das Gelände ist sehr steil dort, aber es war trotzdem ein sehr gutes Training. Ich konnte an einigen Sachen arbeiten und auch wieder kleine Fortschritte erzielen. Anschliessend reisten wir direkt nach Wengen, wo die Junioren-Schweizermeisterschaften ausgetragen wurden. Ich stand das erste mal auf den Abfahrtskis in dieser Saison und dem entsprechend sind die Resultate ausgefallen. Wegen den schlechten Wetterprognosen wurden am Donnerstag gleich zwei Rennen ausgetragen und ich habe mich zwischen 25 und 35 klassiert. Für mich jedoch war bei diesem Rennen nicht viel mehr zu erwarten. Es war trotzdem ein gutes Training für mich und ich konnte mich wieder ein bisschen an die Geschwindikeit gewöhnen. Weiter gehts am Montag und Dienstag. In Veysonnaz finden zwei FIS Super-G statt. Donnerstag und Freitag sind die zwei EC Riesenslalom in Saas-Fee und anschliessend noch zwei FIS Rennen am gleichen Hang. Also, das wird eine harte Woche und ich erhoffe mir weitere Fortschritte zu erzielen. Allen ein erholsames Wochenende, bei diesem s....schlechten Wetter..;-)...Mathias
10.01.2004
Auch bei mir fangen die ersten Rennen schon bald an. In den letzten Wochen war ich sehr intensiv am trainieren auf den Skis. Das erfreulichste für mich ist, dass das immer ohne Knieschmerzen gegangen ist. Es läift zum Teil so gut, dass ich schon wieder ziemlich gas geben kann und sogar Stürze riskiere. Das heisst für mich, dass ich keine Angst mehr habe und das Vertrauen schon sehr gross ist, aber auch, dass das Knie wirklich in einem sehr stabilen Zustand ist. Vor drei Wochen riskierte ich auf dem Corvatch in St. Moritz ein bisschen zu viel. Ich zog mir eine Skischuhrandprellung zu, die aber zum Glück nicht so schlimm war. Ich musste lediglich eine Woche pausieren. Die letzten zwei Wochen trainierten wir in Davos, wo wir sehr gute Bedingungen antrafen. Obwohl das Gelände und der Schnee sehr schwer zu fahren waren, konnte ich sehr grosse Fortschritte erzielen. Bei Zeitvergleichen verlor ich auf die besten unseres Teams noch rund ein bis zwei Sekunden. Für mich ist das wirklich sehr positiv, denn meine Kollegen sind wirklich schon gut in Form und haben einige Skitage mehr als ich. Nächste Woche fangen die Europacup-Rennen in Norwegen an, wo ich noch nicht am Start sein werde. Ich reise nach St. Moritz, wo ich in Ruhe drei Tage trainieren kann und anschliessend zwei Fis-Rennen bestreiten darf. Zwar werde ich wahrscheinlich nur als Vorfahrer am Start sein, aber es ist ein wettkampfmässiges Training. Im Dezember werde ich dann einige Fis-Rennen fahren und vor allem viel trainieren. Ich hoffe dann so bis mitte, ende Januar gut in Form zu sein, dass ich dann auch wieder im Europacup eingesetzt werde. Ich wünsche allen noch ein schönes Wochenende und bis bald, vielleicht einmal auf der Skipiste. Gruss Mathias
28.11.2003
Letzte Woche war es endlich wieder soweit. Auf diesen Moment habe ich nun neun Monate gewartet und endlich konnte ich wieder in meine engen, ungemütlichen Skischuhe schlüpfen, meine Skibrille aufsetzten und auf nagelneue Skis stehen. Der Moment, als ich bei wunderschönem Wetter und super Schneeverhältnissen wieder einen Hang runterrutschen konnte, war fantastisch. Ich spührte von Anfang weg keinen Schmerz und so gewann ich relativ schnell das Vertrauen auf den Skis. Am zweiten und am dritten Tag hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl auf den Brettern und konnte schon wieder anständige Kurven fahren. Noch fahre ich mit einer spezial Karbonschiene, die mir zusätzliches Vertrauen verleiht. Es war einfach genial! Es waren fast alle Schweizer Teams am Berg und die haben sich ebenfalls für mich gefreut, dass ich wieder dabei sein kann. Das hat hat mir sehr gut getan und gibt mir wieder viel neue Motivation. Konditionell bin ich noch nicht top fit. Darum verbringe ich meine skifreien Tage oft im Fitnesscenter, um meine Muskeln weiter aufzubauen. Auch da kann ich sehr gut und vorallem schmerzfrei trainieren. Diese Woche gehe ich wieder nach Saas-Fee für drei Tage. Nach so einer langen Pause freut man sich unglaublich aufs Skifahren, aber ich muss die Sache noch langsam angehen. Im Moment fahre ich noch frei, um mich wieder an das Material und die Schneeverhältnisse zu gewöhnen und vorallem um mehr Vertrauen zu gewinnen. Ich werde mir genug Zeit lassen und mich nur langsam wieder ans rennmässige Skifahren herantasten. Ich werde euch weiter informieren, wie es so läift und wünsche euch allen eine gute Woche. Bis bald Mathias
30.09.2003
Das Trainingslager mit dem Team in Magglingen war sehr gut. Vorallem für den Kopf, denn ich konnte das erste mal wieder mit meinen Teamkollegen trainieren. Leider hatte ich die ganze Woche noch mit Schmerzen zu kämpfen, vorallem im Kraftraum. Dafür ging joggen und inlinen schon ganz gut und ich konnte sogar ein bisschen Fussball spielen mit den Jungs. Nach dieser Woche trainierte ich eine Woche zuhause, wo ich mein Training bereits wieder ein bisschen steigern konnte. Die ganze letzte Woche trainierte ich Davos. Diese Woche war ein grosser Erfolg für mich. Ich trainierte mit Ambrosi Hoffmann, Daniel Züger und Beni Hofer. Es war sehr hart und die Jungs sind konditionell sehr stark. Unser Konditrainer aus Deutschland war auch anwesend und behandelte mich jeden Abend an meinem Knie. Wir trainierten zweimal am Tag im Kraftraum, wo ich gegen Ende der Woche endlich wieder schmerzfrei trainieren konnte. Der härteste Tag war der Mittwoch, wo wir acht Achthundert-meter-Läufe absolvierten. Am Nachmittag fuhren wir dann drei Stunden Trial, was auch grossen Spass machte. Nun habe ich am ganzen Körper noch Muskelkater, aber mein Knie fühlt sich sehr gut an. Am Montag Morgen habe ich noch einen Termin beim Arzt in Bern und am Nachmittag Test in Leukerbad. Wenn auch die Aerzte auch zufrieden sind fahre ich dann mit meinen Teamkollegen am Abend nach Saas-Fee, um am Dienstag endlich wieder auf die Skis zu stehen, nach neun Monaten Pause. Ich hoffe sehr dass es klappt und freue mich schon sehr. Es liegt jedoch noch ein langer Weg vor mir, den konditionell habe ich natürlich noch einige Defizite und muss noch hart daran arbeiten. Auch auf den Skis kann ich nicht erwarten, dass alles super läift von Anfang weg, ich muss mich jetzt erst mal wieder langsam herantasten und das Vertrauen finden. Aber ich bin sicher, dass mir das wieder neue Motivation geben wird, um weiter hart an mir zu arbeiten. Ich hoffe, dass ich euch schon bald von einem erfolgreichen Comeback auf meinen Skis schreiben kann und wünsche euch allen eine gute Woche. Und denkt daran, "Go hard, or go home!!!"... "smile" Mathias
21.09.2003